Aufgaben Kirchengemeinderat Die Kirchenältesten bilden mit dem Gemeindepfarrer oder der Gemeindepfarrerin den Ältestenkreis. Die Größe des Ältestenkreises hängt davon ab, wieviele Gemeindemitglieder die Pfarrgemeinde hat. Den Vorsitz übernimmt einer der Ältesten oder der Pfarrer bzw. die Pfarrerin. Ältestenkreise sind keine geschlossene Gesellschaft. Andere haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollen zu bestimmten Tagungspunkten eingeladen werden. Der Ältestenkreis trifft sich in der Regel einmal im Monat. Er „leitet die Gemeinde und trägt Verantwortung dafür, dass der Gemeinde Gottes Wort rein und lauter gepredigt wird, die Sakramente in ihr recht verwaltet werden und der Dienst der Liebe getan wird", heißt es in der Grundordnung (§22 GO) der badischen Landeskirche. Der Ältestenkreis berät und entscheidet über geistliche, finanzielle, rechtliche und verwaltungsmäßige Angelegenheiten. Er trägt Verantwortung für Verkündigung, Seelsorge und Diakonie in der Pfarrgemeinde. Zu den Aufgaben des Kirchengemeinderates gehören Rechtsangelegenheiten, Bauvorhaben und Haushaltsfragen, also: Entscheidung über Kauf und Verkauf von Gebäuden, im Rahmen der aufsichtlichen Bestimmungen Fragen der Erhebung des Ortskirchgeldes Beratung und Verabschiedung des Haushaltsbuches bzw. des Haushaltes alle Personalfragen, die die nichttheologischen Mitarbeitenden der Gemeinde betreffen, auch im Hinblick auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, etwa Erzieherinnen bzw. Erzieher in den Kindergärten.   Planung und Durchführung von Bauvorhaben Entscheidungen über Angelegenheiten, die mehrere Pfarrgemeinden berühren, wenn die Ältestenkreise keine Übereinstimmung finden Mitwirkung bei der Besetzung von Pfarrstellen und Gemeindediakoniestellen nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen.   Die Themen, um die es bei den Ältestensitzungen geht, sind also vielfältig: Jugendarbeit und Kirchenmusik, Diakoniestation und Kindergarten, Krankenbesuche und Gemeindefeste, Besuche bei den Neuzugezogenen und Aufnahmen in die Kirche stehen auf dem Programm. Kirchenälteste haben mit ganz konkreten Fragen zu tun: Wofür wollen wir Geld ausgeben? Sind wir eine einladende Gemeinde, in der auch Neuzugezogene Kontakt finden? Wie können wir als Christen in dieser Welt leben? Sind wir eine Gemeinde, die sich auch um Kinder, Jugendliche und alte Menschen kümmert? Geistliches und Organisatorisches läßt sich im Leben der Gemeinde nicht trennen. Zur Pfarrgemeinde gehören die Gemeindemitglieder, der Pfarrer oder die Pfarrerin und als wichtigstes Gremium der Ältestenkreis. Neben der Pfarrgemeinde gibt es die Kirchengemeinde. Nicht die Pfarrgemeinden, sondern die Kirchengemeinden haben rechtliche Eigenständigkeit. Die Kirchengemeinde wird repräsentiert und rechtlich vertreten durch den Kirchengemeinderat. „Umfasst die Kirchengemeinde eine Pfarrgemeinde, so ist der Ältestenkreis zugleich der Kirchengemeinderat." (§27 GO) Jede Pfarrgemeinde bildet also entweder selbst eine Kirchengemeinde und dann sind die Kirchenältesten auch Kirchengemeinderäte, oder sie gehört zusammen mit anderen Pfarrgemeinden zu einer Kirchengemeinde. In den Städten findet man solche Zusammenschlüsse häufig. Dann gehören nicht automatisch sämtliche Kirchenälteste der Pfarrgemeinde auch dem Kirchengemeinderat an. Zum Kirchengemeinderat gehören die von den Pfarrgemeinden bestimmten Kirchenältesten, Pfarrer und Pfarrerinnen. Auch die im Bereich der Kirchengemeinde tätigen hauptamtlichen Religionslehrer und -lehrerinnen sind hier vertreten. Insgesamt sollen nicht mehr als 40 Kirchenälteste Mitglieder des Kirchengemeinderats sein. Die Zahl der stimmberechtigten Pfarrer und Pfarrerinnen ist beschränkt: Sie darf die Hälfte der Zahl der Kirchenältesten nicht überschreiten. Der Kirchengemeinderat hat also Kompetenzen, die über diejenigen des Ältestenkreises hinausgehen, z. B. wenn die Kirchengemeinde Trägerin eines Kindergartens ist. Das bedeutet für die Ältestenkreise auch eine Entlastung bei ihrer Arbeit. Wenn nicht sämtliche Kirchenälteste einer Pfarrgemeinde dem Kirchengemeinderat angehören, dann hat der Kirchengemeinderat vor einer Entscheidung, durch welche die Pfarrgemeinde betroffen wird, den Ältestenkreis dieser Pfarrgemeinde anzuhören. (§33 GO) (Text entnommen aus dem Handbuch für Kirchenälteste 2007) Quelle: Evangelische Landeskirche in Baden

© Evangelische Kirchengemeinde Schönau im Schwarzwald

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Aufgaben Kirchengemeinderat Die Kirchenältesten bilden mit dem Gemeindepfarrer oder der Gemeindepfarrerin den Ältestenkreis. Die Größe des Ältestenkreises hängt davon ab, wieviele Gemeindemitglieder die Pfarrgemeinde hat. Den Vorsitz übernimmt einer der Ältesten oder der Pfarrer bzw. die Pfarrerin. Ältestenkreise sind keine geschlossene Gesellschaft. Andere haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollen zu bestimmten Tagungspunkten eingeladen werden. Der Ältestenkreis trifft sich in der Regel einmal im Monat. Er „leitet die Gemeinde und trägt Verantwortung dafür, dass der Gemeinde Gottes Wort rein und lauter gepredigt wird, die Sakramente in ihr recht verwaltet werden und der Dienst der Liebe getan wird", heißt es in der Grundordnung (§22 GO) der badischen Landeskirche. Der Ältestenkreis berät und entscheidet über geistliche, finanzielle, rechtliche und verwaltungsmäßige Angelegenheiten. Er trägt Verantwortung für Verkündigung, Seelsorge und Diakonie in der Pfarrgemeinde. Zu den Aufgaben des Kirchengemeinderates gehören Rechtsangelegenheiten, Bauvorhaben und Haushaltsfragen, also: Entscheidung über Kauf und Verkauf von Gebäuden, im Rahmen der aufsichtlichen Bestimmungen Fragen der Erhebung des Ortskirchgeldes Beratung und Verabschiedung des Haushaltsbuches bzw. des Haushaltes alle Personalfragen, die die nichttheologischen Mitarbeitenden der Gemeinde betreffen, auch im Hinblick auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, etwa Erzieherinnen bzw. Erzieher in den Kindergärten.   Planung und Durchführung von Bauvorhaben Entscheidungen über Angelegenheiten, die mehrere Pfarrgemeinden berühren, wenn die Ältestenkreise keine Übereinstimmung finden Mitwirkung bei der Besetzung von Pfarrstellen und Gemeindediakoniestellen nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen.   Die Themen, um die es bei den Ältestensitzungen geht, sind also vielfältig: Jugendarbeit und Kirchenmusik, Diakoniestation und Kindergarten, Krankenbesuche und Gemeindefeste, Besuche bei den Neuzugezogenen und Aufnahmen in die Kirche stehen auf dem Programm. Kirchenälteste haben mit ganz konkreten Fragen zu tun: Wofür wollen wir Geld ausgeben? Sind wir eine einladende Gemeinde, in der auch Neuzugezogene Kontakt finden? Wie können wir als Christen in dieser Welt leben? Sind wir eine Gemeinde, die sich auch um Kinder, Jugendliche und alte Menschen kümmert? Geistliches und Organisatorisches läßt sich im Leben der Gemeinde nicht trennen. Zur Pfarrgemeinde gehören die Gemeindemitglieder, der Pfarrer oder die Pfarrerin und als wichtigstes Gremium der Ältestenkreis. Neben der Pfarrgemeinde gibt es die Kirchengemeinde. Nicht die Pfarrgemeinden, sondern die Kirchengemeinden haben rechtliche Eigenständigkeit. Die Kirchengemeinde wird repräsentiert und rechtlich vertreten durch den Kirchengemeinderat. „Umfasst die Kirchengemeinde eine Pfarrgemeinde, so ist der Ältestenkreis zugleich der Kirchengemeinderat." (§27 GO) Jede Pfarrgemeinde bildet also entweder selbst eine Kirchengemeinde und dann sind die Kirchenältesten auch Kirchengemeinderäte, oder sie gehört zusammen mit anderen Pfarrgemeinden zu einer Kirchengemeinde. In den Städten findet man solche Zusammenschlüsse häufig. Dann gehören nicht automatisch sämtliche Kirchenälteste der Pfarrgemeinde auch dem Kirchengemeinderat an. Zum Kirchengemeinderat gehören die von den Pfarrgemeinden bestimmten Kirchenältesten, Pfarrer und Pfarrerinnen. Auch die im Bereich der Kirchengemeinde tätigen hauptamtlichen Religionslehrer und -lehrerinnen sind hier vertreten. Insgesamt sollen nicht mehr als 40 Kirchenälteste Mitglieder des Kirchengemeinderats sein. Die Zahl der stimmberechtigten Pfarrer und Pfarrerinnen ist beschränkt: Sie darf die Hälfte der Zahl der Kirchenältesten nicht überschreiten. Der Kirchengemeinderat hat also Kompetenzen, die über diejenigen des Ältestenkreises hinausgehen, z. B. wenn die Kirchengemeinde Trägerin eines Kindergartens ist. Das bedeutet für die Ältestenkreise auch eine Entlastung bei ihrer Arbeit. Wenn nicht sämtliche Kirchenälteste einer Pfarrgemeinde dem Kirchengemeinderat angehören, dann hat der Kirchengemeinderat vor einer Entscheidung, durch welche die Pfarrgemeinde betroffen wird, den Ältestenkreis dieser Pfarrgemeinde anzuhören. (§33 GO) (Text entnommen aus dem Handbuch für Kirchenälteste 2007) Quelle: Evangelische Landeskirche in Baden

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